Ernährung bei Depression – Wichtige Vitamine und Mineralstoffe

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Hier wollen wir klären, wie Ernährung und Psyche zusammenhängen und warum Vitamin B und Magnesium bei Depression besonders wichtig sind.

Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Energielosigkeit und Konzentrationsprobleme: Das sind nur einige Symptome bei einer Depression, die im schlimmsten Fall das Leben unerträglich machen können.

Welche Vitamine sind bei einer Depression wichtig?

Auch wenn Sie bestimmte Lebensmittel und Vitamine nicht sofort in eine bessere Stimmung versetzen können, kann eine gesunde Ernährung und die richtigen Vitamine als Teil bei Ihrer Behandlung hilfreich sein. Das wichtigsten Vitamine bei Depression sind der Vitamin B Komplex.

Was bewirkt Vitamin B bei Depression und Angst?

Die B Vitamine sind eine Gruppe verschiedener Nährstoffe, die an der Produktion von Serotonin maßgeblich beteiligt sind. Als „Glückshormon“ hat Serotonin u.a. eine antidepressive Wirkung und regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus. So ergab eine Studie aus dem Jahr 2017, dass Menschen mit einem Vitamin B12 Mangel häufiger an Depressionen oder Angstzuständen leiden. Aber auch Niacin (Vitamin B3), Folsäure (Vitamin B9) und Vitamin B6 (Pyridoxin) sind an der Bildung von Serotonin beteiligt.

Vitamin B Mangel verschlechtert die Wirksamkeit von Antidepressiva.

Antidepressive Medikamente zielen darauf ab, die Menge an Serotonin im Gehirn zu erhöhen. Da die Bildung von Serotonin jedoch von der Anwesenheit der B Vitamine abhängig ist, kann bei einem Vitamin B Mangel auch nicht mehr Serotonin gebildet werden. Damit ist auch erklärbar, warum manchmal Antidepressiva nicht die gewünschte Wirkung haben.

Warum entsteht ein Vitamin B Mangel?

Einige B-Vitamine kommen hauptsächlich in Lebensmitteln auf tierischer Basis vor. Aus diesem Grund müssen Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, diese Nährstoffe möglicherweise auf andere Weise erhalten. Ebenso haben ältere Menschen oder Menschen mit Verdauungsstörungen Probleme, die Vitamine aus der Nahrung im Körper aufzunehmen. Zusätzlich stören bestimmte Medikamente die Aufnahme von Vitamin B aus dem Essen oder erhöhen den Vitamin B Verbrauch.

Wussten Sie, dass die Antibabypille besonders viele B-Vitamine verbraucht?

Vor allem Vitamin B6 ist stark am Östrogenstoffwechsel beteiligt. Daher kann ein Mangel in hohem Maße mit Regelbeschwerden (PMS), Müdigkeit oder sogar hormoneller Depression im Zusammenhang stehen.

Wussten Sie, dass PPI (Medikamente für den Magenschutz) die Aufnahme von Vitamin B12 aus der Nahrung hemmen?

Obwohl die meisten Menschen genug Vitamin B12 aus ihrer Nahrung zu sich nehmen, haben einige Probleme, das Vitamin effizient aufzunehmen. Dabei fanden Forscher heraus, dass die Verwendung von säurehemmenden Arzneimitteln, sogenannten PPI (Protonenpumpenhemmer), die Verwertung von Vitamin B12 stören. Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu Müdigkeit, Reizbarkeit, Gedächtnisstörungen und Nervenproblemen wie Taubheitsgefühl und Kribbeln in Händen oder Füßen führen.

Warum ist Magnesium gut für die Nerven?

Magnesium hilft nicht nur gegen Wadenkrämpfe, sondern ist auch für die Psyche wichtig. Denn auch Magnesium kann im Gehirn den Serotoninspiegel erhöhen. Gleichzeitig hält es die Ausschüttung von Stresshormonen, wie Cortisol, im normalen Bereich. Somit können Depression, Stress, Angst oder Schlaflosigkeit auch auf einen Magnesiummangel zurückzuführen sein.

Wo ist Magnesium enthalten?

Magnesiumreiche Nahrungsmittel sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchten, Nüsse und sowie Kakao. Trotzdem kann es sein, dass wir unter Magnesiummangel leiden. Dazu tragen nicht nur ausgelaugte Böden in der Landwirtschaft oder die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln bei. Auch Stress, Alkohol oder bestimmte Medikamente können Magnesiumräuber sein.  Beispielsweise stören auch hier wieder Säureblocker (PPI) die Magnesiumverwertung. Ebenso bewirken Medikamente zur Entwässerung, dass vermehrt Magnesium ausgeschieden wird.

Zusammenfassung über die Bedeutung von Vitamin B und Magnesium bei Depression

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B und Magnesium unterstützt unter anderem die Bildung des „Glücksbotenstoffs“ Serotonin und kann sich in der Folge durch eine bessere Lebensqualität und Abnahme von Symptomen wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit bemerkbar machen.

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