Ist Selen gut für die Schilddrüse?

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Selen bei Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion - Was bewirkt Selenmangel? Hier erfahren Sie, was Sie über Selen und Ihre Schilddrüse wissen sollten.

Selen ist ein wichtiger Mikronährstoff. Er ist entscheidend für die Bildung der Schilddrüsenhormone, die Fortpflanzung, die DNA-Synthese und schützt Sie vor Infektionen und Schäden durch oxidativen Stress. Selen kommt im Erdboden vor und gelangt über Pflanzen in die Nahrungskette. Somit hängt die Menge an Selen in Ihrem Körper von der Region ab, in der Sie leben und was Sie essen.

Selenmangel aufgrund selenarmer Böden

In Europa sind die Böden allgemein selenarm. Somit enthalten unsere pflanzlichen Lebensmittel und Futtermittel für Schlachttiere wenig Selen. Deshalb sind die meisten von uns mit Selen unterversorgt. Beispielsweise sind Bauern in Finnland verpflichtet, Selenkalk auszustreuen. Jedoch wird das hier aus Kostengründen nicht gemacht. Vor allem Menschen, die sich vegetarisch ernähren, leiden oft an einem Selenmangel.

Ist Selen gut für die Schilddrüse?

Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Doch was bedeutet das? Selen spielt eine Schlüsselrolle bei der Aktivierung der Schilddrüsenhormone. Zusätzlich schützt es die Schilddrüse vor Entzündungen, die durch oxidativen Stress verursacht werden. Deshalb ist die Schilddrüse das Organ mit der höchsten Selenkonzentration im Körper.

Selen aktiviert die Schilddrüsenhormone

Die Schilddrüse bildet überwiegend eine inaktive Form des Schilddrüsenhormons: T4 (Thyroxin). Dieses Hormon muss zunächst in T3 (Trijodthyronin) umgewandelt werden, bevor es in den Zellen wirksam werden kann. Für diese Umwandlung ist Selen nötig.

Selenmangel verstärkt also eine Schilddrüsenunterfunktion, weil die Umwandlung von T4 (Speicherform) in T3 (aktive Form) vermindert wird.

Das ist besonders interessant für Patienten, die z.B. Thyrex® oder Euthyrox® einnehmen.  Denn mit diesen Tabletten wird ja „nur“ die Speicherform (T3) eingenommen und muss im Körper erst in die aktive Form (T4) umgewandelt werden. Ohne Selen ist daher die Wirkung dieser Medikamente eingeschränkt.

 

Doch Selen hat in der Schilddrüse noch eine weitere bedeutende Aufgabe zu erfüllen:

Selen schützt das Gewebe vor oxidativen Schäden bei der Hormonproduktion

Bei der Hormonproduktion in der Schilddrüse fällt gefährliches Wasserstoffperoxid an. Dieses kann zu chronischen Entzündungen und Schäden des Schilddrüsengewebes führen. Selen neutralisiert Wasserstoffperoxid. Dadurch werden die Zellen vor oxidativem Stress geschützt.

Selen bei Hashimoto

Bei einem Selenmangel steigt die Anfälligkeit für eine Schilddrüsenentzündung, die sogenannte Autoimmun-Thyreoiditis oder Hashimoto Erkrankung. Daher empfehlen viele Endokrinologen hoch dosiertes Selen, um die Entzündungsreaktion abzuschwächen.

Fazit: Die Schilddrüse braucht Selen

Damit die Schilddrüse normal funktionieren kann, ist Selen nötig. Es ist für die Aktivierung der Schilddrüsenhormone verantwortlich. Darüber hinaus entgiftet und schützt Selen das Schilddrüsengewebe vor schädlichen Radikalen, wie Wasserstoffperoxid. Selenmangel verstärkt eine Schilddrüsenunterfunktion und begünstigt eine chronische Schilddrüsenentzündung bei Hashimoto.

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